Die Landschaftsgestaltung des künftigen „Maison des entreprises“ wurde in Zusammenarbeit mit dem italienischen Büro Demogo, das für den architektonischen Teil verantwortlich ist, entwickelt und wird von CCHE gestaltet. Das Projekt veranschaulicht einen koordinierten Ansatz, bei dem Landschaftsgestaltung und Architektur gemeinsam zur Schaffung eines verbindenden Ortes für Onex beitragen.
Das Projekt des Maison des entreprises, das als Treffpunkt im Herzen des Quartiers konzipiert ist, bietet einen zentralen, gemeinsamen und lebendigen Raum, der die bestehenden Gebäude miteinander verbindet und eine intime und gesellige Atmosphäre schafft, die durch die zurückhaltende Höhe der Baukörper und die Nähe zwischen Eingängen und Wegen getragen wird; andererseits stärkt es nach außen hin die Struktur der Gartenstraße, indem es eine Beziehung zum größeren und weitläufigen Maßstab des modernistischen Stadtviertels herstellt.
Das Landschaftsgestaltungsprojekt entfaltet sich wie ein Theaterstück, in dem jeder Raum eine bestimmte Rolle spielt, mit dem neuen Gebäude im Zentrum, das wie das schlagende Herz der Bühne wirkt. Die Gestaltung ist nach dem Prinzip „Garten- und Hofseite“ organisiert und gliedert sich in zwei unterschiedliche Akte: eine Öffnung zur Stadt hin, die durch eine von Bäumen gesäumte Promenade verlängert und durch neue Bepflanzungen rhythmisiert wird, sowie einen intimeren Innenraum, der von mineralischen Oberflächen befreit und in einen wasserdurchlässigen Boden umgewandelt wurde, der die Versickerung von Wasser und die Biodiversität fördert.
Der zentrale Innenhof wird so zu einem flexiblen und entwicklungsfähigen Raum, der als schattiges Raster konzipiert ist und sich sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für die Ausrichtung von Veranstaltungen eignet, wie zum Beispiel das Fest von Onex. Dieser Ansatz ermöglicht es, den Herausforderungen des Standorts gerecht zu werden, indem er sich in einen bewaldeten Kontext einfügt, den Fußgängerverkehr steuert und sich an die lokalen Nutzungsgewohnheiten anpasst, während gleichzeitig eine ruhige und begrünte Oase im Herzen des städtischen Gefüges geschaffen wird.
Die herausragende Qualität des Projekts ‚Côté cour Côté jardin‘ liegt darin, dass es die Notwendigkeit erkannt hat, einen Komplex mit einer starken öffentlichen Identität zu schaffen. Durch die Einfügung eines neuen L-förmigen Gebäudes, das einen gegenüber dem bestehenden Gebäude halb offenen Innenhof definiert, schafft das Projekt klar zwei sich ergänzende Außenbereiche, die durch einen großzügigen Portikus verbunden sind, der als aktive Schwelle fungiert.
Pascal Tanari, Architekt und Stadtplaner EAUG_FAS_SIA – Vorsitzender der Jury
Auf der Gartenseite: Die Fortsetzung der Promenade der Rue Jardin und der Brunnen „Dieu d'eau“ im Herzen des öffentlichen Raums integrieren diesen Komplex als eine zur Stadt hin offene Bühne.
Hofseite: Ein geschützterer, funktionaler und modularer Raum, in dem die Struktur großzügig beschattet ist und der Platz für Veranstaltungen und Nachbarschaftsfeste bietet.
Städtische Integration des Projekts
Axonometrie: Von oben nach unten: 1. Dach, 2. Vegetation, 3. Mineralität
Projektvorstellung, Ausstellung bis zum 15. April in Onex.
Öffentliche Projektvorstellung am 31.03.2026
von links nach rechts, beginnend beim Blumenstrauß: Alberto Mottola DEMOGO, Fabien Khaletzky CCHE, Justine Joly CCHE, Davide De Marchi DEMOGO, Simone Gobbo DEMOGO