Das Projekt entstand aus der Idee, dass Training mehr ist als körperliche Anstrengung: Es ist zugleich Erfahrung, Ritual und Transformation. In diesem Sinne wurde der Raum als fortlaufende räumliche Erzählung konzipiert, in der jede Umgebung die Idee des «Effekts» verstärkt – die sichtbaren und unsichtbaren Wirkungen des Trainings auf Körper und Geist.
Der Haupttrainingsbereich folgt einer eher technischen und sachlichen Formensprache. Die Geräte sind präzise angeordnet; durchgehende Flächen und der Verzicht auf visuelle Unruhe fördern Konzentration und Leistung. Die direkte, gleichmässige Beleuchtung vermeidet Ablenkungen und hebt die Bewegungen des Körpers hervor. Gleichzeitig wirken grafische Elemente wie «Ziel», «Gleichgewicht», «Effekt», «Lebensstil», «Vitalität» und «Sinn» als erzählerische Leitmotive, die die Philosophie des Personal Trainers in ein greifbares Erlebnis übersetzen.
Die Materialwahl unterstreicht diese Dualität von Leistung und Komfort: Der Betonboden mit sichtbarer Gesteinskörnung vermittelt Robustheit und Langlebigkeit, während seidenmatte Oberflächen und weiche Textilien Wärme ausstrahlen und ein feines Gleichgewicht schaffen. Die sorgfältig in die Architektur integrierte Beleuchtung übernimmt sowohl technisch als auch atmosphärisch eine leitende Funktion.
Das Projekt ist mehr als ein Trainingsstudio: Es versteht sich als kohärentes System, in dem Architektur, Identität und Methodik eine Einheit bilden. Jedes Detail unterstützt die Aufgabe des Personal Trainers, Kundinnen und Kunden zu einem vertieften Bewusstsein für den eigenen Körper zu führen. Das Ergebnis wird so zur natürlichen Folge eines präzisen, stimmigen und immersiven Prozesses.
Beim Betreten empfängt die Kundinnen und Kunden eine kontrollierte, fast introspektive Atmosphäre. Sanfte Materialien, entsättigte Farbtöne und eine präzise lineare Beleuchtung schaffen einen klaren Übergang zwischen der Aussenwelt und der Trainingsumgebung. Das Wort «Effect» definiert den konzeptionellen Rahmen: Hier ist alles auf Ergebnisse ausgerichtet, die nicht nur körperlich, sondern auch sinnlich erfahrbar sind.
Skizze des Trainingsraumgrundrisses
Skizze des Eingangs
Skizze der Umkleideräume
Die Nebenräume wie Garderoben und Erholungsbereiche leiten einen Rhythmuswechsel ein. Modulare Oberflächen, darunter gleichmässig angeordnete helle Fliesen, vermitteln Ordnung und eine beinahe therapeutische Sauberkeit. Eine einfache Geometrie und eine sanfte Farbpalette fördern Entspannung und Entschleunigung – beides ist für den vollständigen Trainingszyklus wesentlich.
Skizze der Duschräume